Neuer Kurs mit Willi Achten: Literarisches Schreiben. Vom Stoff zum Text

10 Termine, Beginn: 13.09.2021
Barockfabrik Aachen

Der Kurs hat am 13.09.2021 begonnen und es sind keine neuen Anmeldungen mehr möglich. Wir wünschen allen Teilnehmer*innen viel Vergnügen und Inspiration!

Es gibt Romane und Erzählungen, die uns mitreißen. Warum berühren uns manche Geschichten, warum nehmen sie uns gefangen und andere wiederum nicht? Es muss neben der sprachlichen Gestaltung auch so etwas wie „Erzählkerne“ geben, die uns an den Text binden? Wie entstehen sie? Folgen sie einer Dramaturgie? Oder liegt der wahre Reiz einer Geschichte an den besonderen Figuren im Text? Müssen wir ihre Konflikte aufspüren? Sie scheinen der Motor einer Geschichte zu sein.

Das heißt, wir werden uns detailliert mit folgenden Kernfragen im Kurs beschäftigen:

  1. Wie müssen Figuren in einem Roman/in einer Erzählung konzipiert werden, damit Konflikte und Spannung entstehen?
  2. Wie komme ich zu einem Plot, der Leser*innen findet? Wir werden uns Werke der Gegenwartsliteratur anschauen und diese darauf untersuchen, ob es Charakteristika eines guten Plots, einer guten Story gibt.
  3. Grundlage eines guten Plots ist ein guter Stoff. Wie finde ich diesen? Und wie bekommt man den Stoff in den Griff, dass daraus eine Geschichte mit Anfang, Mitte und Ende entsteht?
  4. Dann wird es um Sprache und Stil gehen. Welche sprachlichen Mittel verlangt meine Romanidee/ mein Romanentwurf. Motto: Ein Text verlangt die ihm spezifische sprachliche Form. Die gilt es zu finden.
  5. Und am Rande: Schreiben nur für die Schublade ist frustrierend: Wie finde ich also einen passenden Verlag, eine passende Agentur?

Termine

(Montags, 1 x im Monat, 10 Termine á 2 Zeitstunden)

  • 13.09. von 19.15–21.15 Uhr
  • 11.10. von 19.15–21.15 Uhr
  • 08.11. von 19.15–21.15 Uhr
  • Die weiteren Termine nach Absprache mit den Teilnehmer*innen.

Ort: Kulturhaus Barockfabrik, Löhergraben 22, 52064 Aachen
Im Salon, 2. Etage (straßenseitig).

Dozent

Mit seinen Romanen, Erzählungen und Gedichten gehört der gebürtig aus Mönchengladbach stammende und heute in Vaals lebende Willi Achten seit den 1990er Jahren zu den weithin bekanntesten und mehrfach ausgezeichneten literarischen Stimmen der Region (z.B. Postpoetry Preis 2015 für das Gedicht „Dahinter das Meer“).

Seine Vielseitigkeit beweisen gleichzeitig zahlreiche von Willi Achten durchgeführte und initiierte Literaturprojekte, die Mitgliedschaft im Textensemble „Herrenlose Zungen“, die mit Heribert Leuchter und Ludger Singer konzipierten „Textkonzerte“ und verschiedene Lehrtätigkeiten im Bereich literarisches Schreiben.

Willi Achten studierte in Bonn (Germanistik) und Köln (Sonderpädagogik) und arbeitete in Aachen als Lehrer. Seine ausgedehnten Reisen führten ihn u.a. nach Marokko (siehe: „Ameisensommer“) und Sri Lanka.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Die wir liebten, Piper 2020.
  • Nichts bleibt, Pendragon 2017.
  • Die florentinische Krankheit, Edition Köln 2008.
  • Ameisensommer, Grupello 1999.

Pressestimmen (Auswahl)

Die wir liebten ist der Glücksfall eines Romans, bei dem sich Erzählkunst, poetische Wucht und politische Relevanz die Waage halten.
[Ursula März, Deutschlandfunk Kultur]

Mit seiner bildgewaltigen Sprache schickt der Autor Willi Achten einen auf eine Gefühlsachterbahn zwischen Wut, Nostalgie, Spannung und Hoffnung, und lässt einen diese beiden Brüder lange nicht mehr vergessen.
[Sonia Neufeld, ORF.at, über: „Die wir liebten“]

In Ich-Perspektive und mit fein geschliffener Sprache nimmt das Buch den Leser sofort gefangen und lässt ihn bis zur letzten Zeile nicht mehr los.
[Sarah Hanke, WAZ, über „Nichts bleibt“]

Webseite: www.willi-achten.de